Kindertaufe

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20. Predigt

„Wer ein solches Kind in Meinem Namen auf­nimmt, der nimmt Mich auf (Mt 18, 5).

 

Es gibt vielleicht in den Evangelien keine Worte unseres Herrn, die huldvoller und rück­sichtsvoller wie auch heiliger, gerechter und gütiger sind (d. h. wenn wir Seine Worte nach unserer Auf­fassung messen dürfen) als die Ermutigung, die im Vorspruch und an anderen Stellen ähnlichen Cha­rakters gegeben ist; keine huldvolleren und rück­sichtsvolleren, wenn wir unsere Natur in Betracht ziehen und die sich ergebende Notwendigkeit, an die Lehren zu glauben, die Er geoffenbart hat.

Der gute Teil Mariens

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22. Predigt

  

 Der gute Teil Marias

 “Martha, Martha! Du machst dir Sorge und bekümmerst dich um sehr viele Dinge; Eines nur ist notwendig. Maria hat den besseren Teil erwählt, der ihr nicht wird genommen werden“ (Lk 10,41.42).

 
Jedes Wort Christi ist gut; es hat seine Sendung und seinen Zweck, und fällt nicht nutzlos zu Boden. Unmöglich könnte es jemals vergängliche Worte sprechen.

Die Taufe als Wiedergeburt

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Die Taufe als Wiedergeburt

„Durch einen Geist sind wir alle zu einem Leib getauft“ (1 Kor 12, 13).

Wie es nur einen Heiligen Geist gibt, so gibt es nur eine sichtbare Gemeinschaft der Christen, die der allmächtige Gott „mit Namen kennt“ (Jo 10,3), und nur eine Taufe, welche die Menschen in sie eingliedert.

Kampf zwischen Wahrheit und Irrtum in der Kirche

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Kollonaden

15. Predigt am 17. Mai 1835

„Das Himmelreich ist gleich einem Netz, das ins Meer geworfen wird und allerlei Fische fängt. Wenn es angefüllt ist, zieht man es ans Ufer, setzt sich nieder und sammelt die guten in Gefäße, die schlechten aber wirft man hinaus“ (Mt 13, 47. 48).

In der Apostolischen Zeit lag der Hauptkampf zwischen Wahrheit und Irrtum in dem Streit, den die Kirche gegen die Welt und die Welt gegen die Kirche führte — die Kirche, der Angrei­fer im Namen des Herrn; die Welt auf Seiten des Teufels, angestachelt von Neid und Bosheit, Wut und Stolz, geistliche Waffen mit irdischen, das Evangelium mit Verfolgung,

Die sichtbare Kirche, eine Ermutigung für den Glauben

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St. Peter<

Predigt am 14. September 1834

„So laßt denn auch uns, da wir eine solche Wolke von Zeugen um uns sehen, alle Last und die uns anklagende Sünde ablegen und mit Ausdauer in dem uns auferlegten Wettkampf laufen“ (Hebr 12, 1).

 

Die Warnung und Tröstung, die der Apostel den Hebräern inmitten ihrer Leiden um der Wahr­heit willen gab, ist diese: sie sollten sich hüten vor Unglauben, jener Sünde, die uns in Versuchung leicht überfällt, und zwar sollten sie sich haupt­sächlich und vor allem dadurch wappnen, dass sie „aufblicken zu Jesus, dem Begründer und Voll­ender des Glaubens“. Aber noch auf eine andere Stütze des Glaubens wird in diesem Zusammen­hang hingewiesen.

Saul

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St Mary the Virgin

3. Predigt, am 16. Mai 1830

 

„Ich, gab dir einen König in Meinem Grimm und nahm ihn weg in Meinem Zorn“ (Os 13, 11).

 

Die Israeliten scheinen aus einer undank­baren Laune und aus Wankelmut einen König gefor­dert zu haben. Das schlechte Verhalten der Söhne Sa­muels war freilich der Anlaß zu dieser Sünde, aber, um Worte der Schrift zu gebrauchen, „ein böses und ungläubiges Herz“ (Hebr 3,12) war die eigentliche Ursache davon. Schon immer waren sie aufrühre­risch und unzufrieden gewesen und sie verlangten Fleisch, wenn sie Manna hatten, sie klagten des Wassers wegen, waren voll Ungeduld über den Aufenthalt in der Wüste, waren entschlossen zur Rückkehr nach Ägypten, fürchteten ihre Feinde und murrten gegen Moses. Sie hatten Wunder bis zum Überdruß; und dann wünschten sie zur Abwechs­lung einen König wie die übrigen Völker. Das war der Hauptgrund ihres sündhaften Verlangens.

Israels eigenmächtige Ablehnung des Samuel

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IMG_0973_(640_x_480) 2. Predigt am 9. Mai 1830

 

„Seid still und erkennet: Ich bin Gott: Ich will erhöht werden unter den Völkern und will erhöht werden auf Erden“ (Ps 45, 11).

Die Lehre, die Gott beständig den Israeliten vor Augen hielt, war, sie sollten es nie wagen, nach eigenem Gutdünken zu handeln, sondern warten, bis Gott für sie handelte, voll Ehrfurcht zusehen und dann Seiner Führung folgen. Gott war ihr All­weiser König; es war ihre Pflicht, keinen eigenen Willen zu haben, der sich von Seinem Willen unter­schied, auf eigene Faust keinen Plan zu fassen und kein Werk in Angriff zu nehmen. „Seid still und erkennet: Ich bin Gott.“ Ziehet nicht weiter, spre­chet nicht— schaut auf die Wolkensäule und seht, wie sie sich bewegt — dann folget. So lautete der Befehl.

Die Jugendjahre Davids

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IMG_5746_(640_x_480)4. Predigt vom 23. Mai 1830

„Siehe, ich sah einen Sohn Jesses aus Bethlehem, der spielen kann und stark von Kraft ist, kampf­erprobt, klug in Worten, ein schöner Mann, und der Herr ist mit ihm“ (1 Sm 16,18)

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Das ist der Bericht, den Saul über David empfing, der in mancher Hinsicht unter den Heiligen der alten Zeit der Begnadetste war. David muß zu den Begnadetsten gerechnet werden, zunächst, weil er das bedeutendste Vorbild Christi darstellt, dann, weil er der Verfasser eines großen Teiles der Psal­men ist, die von seiner Zeit an stets als die Gebets­form der Kirche gebraucht worden sind. Überdies war er ein Hauptwerkzeug der göttlichen Vor­sehung bei der Unterdrückung des Götzendienstes

Jerobeam

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Predigt vom 1. August 1830

 

„Und er rief wider den Altar durch das Wort des Herrn und sprach: Altar, Altar! so spricht der Herr: Siehe, ein Sohn wird dem Hause David geboren, Josias mit Namen, der wird auf dir opfern die Priester der Höhen, die jetzt Räucher­werk auf dir anzünden, und wird Menschengebein auf dir verbrennen“ (3 Kg 13, 2).

Diese Worte bilden den Teil eines Berichtes, den wir einmal jährlich im Sonntagsgottesdienst hören, den wir aber kaum verstehen können, wenn wir nicht der ihm vorausgehenden Geschichte einige Aufmerksamkeit schenken. Er stellt eine Prophe­zeiung dar gegen die im Königreich Israel einge­führte Form des Gottesdienstes; betrachten wir, welcher Art dieses Königreich und dieser Gottes­dienst waren, und wie es kam, daß dieses Wehe von einem Propheten Gottes verkündet wurde.

Geistige Enge im Religiösen

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Predigt vom 4. Dezember 1831

„Siehe, ich diene dir so viele Jahre und habe nie­mals dein Gebot übertreten; aber nie hast du mir ein Zicklein gegeben, daß ich mit meinen Freun­den hätte ein Freudenmahl halten können“ (Lk 15, 29).

 

Im Allgemeinen herrscht Übereinstimmung zwischen diesem Gleichnis und jenem von den zwei Söhnen im Matthäusevangelium, die ihr Vater zur Arbeit in seinen Weinberg sandte; aber sie unter­scheiden sich in der Haltung, die der nach außen hin gehorsame Sohn zeigt. Beim heiligen Matthäus sagt dieser: „Ich gehe, Herr, ging aber nicht“ (Mt 21.30); im vorliegenden Gleichnis gehört er einer ganz anderen Klasse von Christen an, wenngleich auch er seine Fehler hat. Nichts beweist, daß er in seinen Worten unaufrichtig ist, obwohl er im Vor­spruch sich in einer sehr unschicklichen und törich­ten Weise beklagt. Er gleicht beträchtlich den Arbeitern im Weinberg, die sich über ihren Herrn beklagten, obschon jene mit größerer Strenge be­handelt werden. Der ältere Bruder des verlorenen Sohnes beklagte sich über die Güte seines Vaters gegen den reuigen Büßer;

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