Gewissen und Wahrheit in den Schriften des seligen John Henry Newman

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P. Dr. Hermann Geissler FSO

Zu den schönsten und aktuellsten Texten, die uns John Henry Newman geschenkt hat, gehören seine Aussagen über das Gewissen. Nicht zufällig wird er gelegentlich Doctor conscientiae – Lehrer des Gewissens genannt.
Im Rahmen eines Symposiums im Jahr 1990 erzählte Kardinal Joseph Ratzinger – Papst Benedikt XVI., wie er in jungen Jahren im Freisinger Priesterseminar durch den Studienpräfekten Alfred Läpple mit Newman vertraut wurde. Er sagte unter anderem: „Newmans Lehre vom Gewissen wurde für uns damals zu einer wichtigen Grundlegung des theologischen Personalismus, der uns alle in seinen Bann zog. Unser Menschenbild wie unser Bild von der Kirche wurde von diesem Ausgangspunkt her geprägt. Wir hatten den Anspruch einer totalitären Partei erlebt, die sich selbst als die Erfüllung der Geschichte verstand und das Gewissen des Einzelnen negierte. Göring hatte gesagt: ‚Ich habe kein Gewissen! Mein Gewissen ist Adolf Hitler.’ Die ungeheure Verwüstung des Menschen, die daraus folgte, stand uns vor Augen.

zum Weiterlesen: Gewissen und Wahrheit